Winter in Sicht: meine Tipps für Ihren Garten

 

Nach einem wirklich goldenen Herbst, fängt es jetzt an etwas schmuddelig zu werden. Aber der November ist fast verpflichtet nass und kalt zu werden – die Erwartungen an ihn sind schließlich hoch in diesem Bereich ;-)

So richtig Lust auf Gartenarbeit haben Sie deshalb vielleicht nicht mehr und bald ist wirklich Zeit die Füße hoch zu legen.

Ein paar Dinge aber können Sie noch tun, damit Ihr Garten gut durch den Winter kommt und Sie im nächsten Frühjahr so richtig viel Freude an ihm haben. Den Garten besenrein in den Winter zu schicken gehört übrigens nicht dazu, aber dazu später mehr ;-)

Los geht’s, mit meinen 6 Tipps für den Novembergarten:

  1. Wohin mit dem ganzen Laub?

Für manche ist es ein Wunder der Natur mit den allerschönsten Farben (für mich), für andere ist es „Dreck“ der von oben kommt: die Blätter, die jeden Herbst auf Gehwegen, Terrassen und auf dem Rasen liegen. Spätestens aber bei der Frage: „wohin mit dem ganzen Laub?“ gehen einem die Blätter auf die Nerven. Wer nicht über ein riesen Grundstück verfügt, hat wenig Möglichkeiten das ganze Laub im Garten zu verteilen. Der wiederholte Weg zum Wertstoffhof ist deshalb oft vorprogrammiert.

Wer einen großen Garten hat, kann das Laub tatsächlich in einer Ecke anhäufen und über den Winter liegen lassen – die Igel freuen sich darüber. Dann aber bitte den ganzen Winter dort liegen lassen, denn den armen Kerl irgendwann aus seinem Quartier zu vertreiben ist nicht nett.

Wer einen kleinen Garten hat, kann einen Teil der Blätter in Stauden- und Gehölzbeete ausbringen. Aber bitte nicht anhäufen, sondern nur locker verteilen. Wenn die Blätter aneinander kleben, kann die Luft nicht genug zirkulieren und es bilden sich schnell Fäulnis und Pilze. Den Rest des Laubes müssen Sie dann wirklich entsorgen.

  1. Einwintern

Oleander, Olive und Zitrusgewächse müssen in der Regel eingewintert werden. Zumindest dann, wenn wir einen echten Winter bekommen. Meinen Olivenbaum habe ich letzten Winter draußen im Topf stehen lassen. Allerdings steht er bei mir auch sehr geschützt. Oleander und Zitrusgewächse müssen auf jeden Fall ins Winterquartier! Wichtig ist, dass sie in einem hellen, maximal 10° warmen Raum stehen. Kontrollieren Sie die Blätter am besten regelmäßig, denn gerade im Winterquartier breiten sich oft Läuse aus. Und gießen nicht vergessen! Ich mach mir dafür eine Erinnerung im Kalender. Denn auch bei Pflanzen gilt: aus den Augen, aus dem Sinn ;-)

Wenn Sie empfindliche Pflanzen erst mal draußen lassen möchten, können Sie sie mit Jute oder Schafswolle gut schützen: das Material einfach um den Topf wickeln, denn hauptsächlich geht es darum die Wurzeln zu schützen.

 

  1. Gehölze schneiden

Jetzt, in der Zeit, in der Vögel keinen Nachwuchs bekommen, dürfen Sie Gehölze schneiden und fällen. Wenn Sie einen Baum fällen möchten – tun Sie es jetzt.

Wenn Sie Ihre Bäume aber nur etwas kürzen wollen, dann warten Sie bitte den Winter noch ab und machen das an einem frostfreien Tag im Januar oder Anfang Februar. Dieser trockene Sommer hat allen Gehölzen immens zugesetzt und sie sind geschwächt. Ein Schnitt ist eine zusätzliche „Verletzung“, die zum Beispiel Pilzkrankheiten hervorrufen kann. Warten Sie deshalb bitte ab, bis sich der Baum über den Winter mit Wasser vollgesogen hat  – dann ist er einfach stärker und kann einen Schnitt besser wegstecken.

  1. Rosen schützen

Ihre Rosen sollten Sie dann schützen, wenn Sie sie so eingepflanzt haben, dass die Veredelungsstelle über dem Boden ist. Was die Veredelungsstelle ist, habe ich hier schon mal erklärt: https://lilli-straub.com/die-schoensten-modernen-rosen/

Am besten häufen Sie um die Veredelungsstelle Reißig an, alternativ geht auch Schafswolle.  Haben Sie Ihre Rosen aber mit der Veredelungsstelle im Boden gepflanzt, müssen Sie gar nichts machen. Die Rose ist durch den Boden geschützt.

  1. Stauden schützen

Der beste Schutz für Stauden ist: TADAAA – nichts tun! Bitte nichts abschneiden, nicht ausfegen, einfach der Natur überlassen, was sie sehr gut kann. Die Pflanzen werden so nicht geschwächt und kommen am besten durch den Winter. Und ganz nebenbei freuen sich auch jede Menge Tiere, wenn Sie noch Samen für den Wintervorrat finden.

  1. Rasen mähen

Wenn Sie den Rasen jetzt zum letzten Mal mähen, stellen Sie den Mäher bitte auf mindestens fünf Zentimeter ein. So kommt er am besten durch den Winter. Und wenn es Frost hat: bitte nicht zu oft über den Rasen gehen, die empfindlichen Halme brechen sonst schnell.

 

Das waren meine 6 Novembertipps, ich wünsche Ihnen viel Freude auch im November in Ihrem Garten, genießen Sie die hellen Momente!

Bis bald,

Ihre Lilli Straub

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