Die schönsten modernen Rosen

Im letzten Post habe ich Ihnen historische Rosen vorgestellt, heute möchte ich Ihnen ein paar meiner liebsten modernen Rosen vorstellen. Denn auch sie haben eindeutig ihre Vorteile und passen vor allem in kleine Gärten deutlich besser als die historischen großen Rosen.

Moderne Rosen sind oft deutlich kompakter und blühen länger. Viele Sorten sind mehrmals blühend, das bedeutet, sie können bei entsprechendem Schnitt tatsächlich von Juni bis Oktober durchblühen.

Nach dem letzten Post wurde ich übrigens darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich gar keine rote Rose vorgestellt habe. Stimmt! Wer mich schon länger verfolgt, weiß dass Rot nicht mein Ding im Garten ist, aber Gott sei Dank geht es nicht allen so ;-)! Deshalb stelle ich heute gleich zwei rote Rosen vor. Und mit der ersten fangen wir gleich an.


Strauchrose Rote Woge

Rote Woge ist eine wirklich satt rote Rose, die sehr gesund und hitzeverträglich ist. Sie gehört zu den Strauchrosen und wird 70 bis 90 Zentimeter hoch. Ihre Blüten sind halbgefüllt und blühen von Mai bis in den Oktober hinein.

 

Rosa Artemis

Diese Rose habe ich schon in früheren Posts vorgestellt, denn sie gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Ich finde ihr dunkles Laub und ihre cremweißen Blüten sind zugleich edel und modern-zurückhaltend. Gerade in Kombination mit Gräsern und Formgehölzen ist diese Rose für minimalistische und moderne Gärten eine tolle Wahl. Artemis wird 70 bis 90 Zentimeter hoch und blüht ebenfalls den ganzen Sommer lang.

Schneewittchen

Schneewittchen ist eine sehr reich blühende, halbgefüllt Strauchrose, ebenfalls mehrmals blühend. Wie der Name schon verrät ist Schneewittchen reinweiß. Das Besondere: sie hat relativ wenige Stacheln und ist deshalb sehr gut zu schneiden. Sie wird bis zu 1,30 Meter hoch und blüht von Juni-September.
Schneewittchen ist gut für Gruppenpflanzungen, passt aber auch sehr gut zu Gräsern und Stauden.

 

 

Play Rose

Play Rose ist eine rosa bis pinke Beetrose. Ich glaube wenn Barbie einen Garten hat, dann pflanzt sie Play Rose. ABER, richtig kombiniert ist Play Rose auch für den Nicht-Barbie-Garten eine tolle Rose. Der Farbton ist weithin sichtbar und bildet einen tollen Kontrast zum Grün des Laubes. Am schönsten wirkt sie in Gruppen mit weißen Rosen oder in Kombination mit dunklen Sträuchern. Dann wird das Pink etwas heruntergebrochen und Play Rose wirkt edel und alles andere als kitschig.
Sie wird 60 bis 80 Zentimeter hoch und blüht von Juni bis September.

 

Kletterrose Manita

Manita wird 2 bis 3 Meter hoch und blüht von Juni bis September. Die rosa Blüten zeigen ihre gelben Staubgefäße und machen sich am Besten in Bauern- oder Cottage Gärten. Kombiniert mit Storchschnabel, z.:B die Sorten Rozanne oder Sanguineum, können Sie sich vom Frühsommer bis in den Früherbst an einem Blütenmeer erfreuen.

Rose Apache

Apache ist Mohnrot und deshalb sicher nicht Jedermanns (Frau)Sache. Wer aber gerne Rot im Garten hat, kann sich an dieser Rose von Juni bis September freuen. Die einfach gehaltenen Blüten sind sehr regenfest und auch das Laub ist sehr gesund. Apache wird bis 80 Zentimeter hoch und kann auch sehr gut als Bodendecker verwendet werden. Farbmutige können diese Rose mit blauen Stauden, wie zum Beispiel Rittersporn kombinieren.

Ein paar Tipps noch zum richtigen Pflanzen.

Sie können Rosen auch jetzt im Sommer pflanzen. Allerdings sind das dann sogenannte Containerrosen (das sind einfach Pflanzen in Töpfen). Wurzelnackt werden Rosen nur im Herbst eingepflanzt. Wirkliche Vor- und Nachteile gibt es da meiner Ansicht nach nicht. Wurzelnackte Rosen sind allerdings günstiger als Container Rosen.

Wichtig ist, dass Sie in beiden Fällen die Veredelungsstelle ca. 5 Zentimeter UNTER die Erde Pflanzen. Das gilt auch für Containerrosen, obwohl sie im Container mit der Veredelungsstelle an der Luft gepflanzt sind.

 

Was ist die Veredelungsstelle?

Das ist die verdickte Stelle, zwischen Wurzelhals und grünen Trieben. Dort wurde die Edelrose auf einer Wildrosenunterlage aufgepfropft. Bei Wildrosen gibt es deshalb keine Veredelungsstelle.

Warum macht man das?

Ist die Veredelungsstelle unter der Erde, ist die Rose vor Frost geschützt und übersteht die Winter so besser.

 

Was mache ich, wenn ich meine Rose schon mit der Veredelungsstelle in der Luft eingepflanzt habe?

Dann lassen Sie es bitte wie es ist und häufen im Herbst einfach Pflanzenhumus um die Rose an. Zusätzlich können Sie sie mit Reisig vor dem Frost schützen.

 

Ein paar Tipps noch zum richtigen Gießen:

Neu eingepflanzte Rosen gießen Sie bitte 2 bis 3x in der Woche mit je 5 Litern pro Rose. Am besten ist es, wenn Sie dazu einen Gießrand ausbilden. Eingewachsene Rosen müssen im Sommer nur einmal pro Woche gegossen werden.
Wenn Sie zu oft gießen, gewöhnen sich die Rosen daran und werden sehr empfindlich. Wie bei allen Pflanzen ist es übrigens besser, nur den Fuß der Pflanze zu gießen und nicht die Blätter. Denn Pilzkrankheiten breiten sich vor allem auf feuchten Blättern aus.

Das war der zweite Teil meiner Rosenserie, ich hoffe ich habe Ihnen damit Lust aufs Rosengärtnern gemacht. Vielleicht haben Sie ja noch Platz in Ihrem Garten.

Bis bald,
Ihre Lilli Straub

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