Der Garten im Mai

Dieses Frühjahr kann sich nicht wirklich entscheiden: am Anfang war es extrem trocken, mittlerweile habe vielerorts Dauerregen und sogar Unwetter gewütet und der Mai war eher kühl. Zwischendurch hatten wir aber doch immer wieder schöne Tage und jetzt sind die  Nachtfröste  hoffentlich überall vorbei und es ist höchste Zeit, die empfindlicheren Pflanzen einzusäen oder ins Freie zu bringen.

Ich bin ein „Freilandsäer“, vorziehen im Haus ist mir oft zu kompliziert. Deshalb warte ich immer ab, bis die Temperaturen so sind, dass ich direkt ins Beet säen kann.

Die letzten Tage durften bei mir deshalb die Bohnen ins Hochbeet – mittlerweile kann ich ihnen beim Wachsen fast zusehen.  Der Pflücksalat daneben ist schon längst erntereif, genau wie die ersten Gurken.

 

 

 

Aber wie im echten Leben, läuft auch im Garten nicht immer alles super ;-), die Läuse sind dieses Jahr extrem vermehrungsfreudig, so viele hatte ich noch nie im Garten. Wie mir Kunden und Kollegen erzählen, geht’s da nicht nur mir so.. .

Gemüse, Rosen, Schneeball, Dahlien –  überall sitzen sie dieses Jahr. Wie immer rücken ich ihnen mit Schmierseife oder Ökospüli zu Leibe – 3, 4 Tage hintereinander aufgespritzt wirkt es sehr gut bei mir:

1L Wasser, ein paar Spritzer Spüli und einen Teelöffel Speiseöl in eine Sprühflasche geben und direkt auf die befallenen Stellen aufspritzen. Nach einer Woche sind die Läuse meist verschwunden.

Durch das feuchte Wetter sind dieses Jahr auch die Pilzkrankheiten stark verbreitet. Vor allem bei Rosen kommen sie öfter vor. Was hilft, ist ein sonniger Platz, genügend Luft um die Pflanze und vorbeugend eine Zwiebel/Knoblauch Tinktur: dafür koche ich ein paar Zehen Knoblauch und eine Zwiebel kurz mit 1L Wasser auf und lasse alles über Nacht stehen. Am nächsten Tag (Achtung, Nase zu;-) gieße ich alles durch ein Sieb in die Sprühfalsche und trage es auf die ganze Pflanze auf.  Das Ganze wiederhole ich alle 2 Wochen.

Wenn Ihre Rosenblätter Löcher haben, liegt das meist am Hunger der Blattwespenlarven. Das sind kleine Larven, die sich von allerlei Blättern ernähren bis sie schlüpfen. Da der Spuk meist Ende Mai aufhört und sie kaum eine ganze Pflanze fressen, rate ich hier einfach dazu abzuwarten. Die Rosen blühen trotzdem und treiben auch wieder neu aus. Hier würde ich wirklich nur im Notfall spritzen, da die Spritzmittel gegen alle Raupen wirken und damit auch Schmetterlinge und Nützlinge töten können.

Der Mai ist natürlich auch der Monat des Zierlauchs, ich liebe ihn ja in jeder Form. Wichtig ist, dass Sie das Laub stehen lassen bis es von alleine einzieht oder verdorrt ist. Soll sich der Lauch aussäen, lassen Sie die verblühten Stängel stehen – soll er nächstes Jahr an gleicher Stelle wieder blühen, schneiden Sei den Stängel lieber ab. So kann der Zierlauch die Nährstoffe in der Zwiebel einlagern und braucht keine Kraft für die Samenausbildung.

Übrigens machen sich die Samenstände auch ganz wunderbar in der Vase!

 

Sie finden diesen Beitrag hilfreich? Dann teilen Sie ihn mit Ihren Freunden: